Hochpräzise 3D-Datengrundlage durch LiDAR
Ein zentraler Bestandteil des Datenaufbaus ist die Erfassung einer neuen, hochpräzisen 3D-Datengrundlage mittels LiDAR-Befliegung (Light Detection and Ranging). Dabei wird eine 3D-Punktwolke generiert, die eine angestrebte Punktdichte von mindestens 40 Punkten pro Quadratmeter erreicht. Dies ermöglicht eine äußerst detailreiche Darstellung der Landschaft, Gebäude, Vegetation und weiterer geographischer Elemente. Jeder Datenpunkt wird dabei einer von zwölf Klassen zugewiesen, die beispielsweise Vegetation, Gebäude, Wasser oder Boden umfassen. Die Klassifikation erfolgt anhand folgenden Klassenschlüssels, der an die Standards der AdV und der ASPRS angelehnt ist. Die Befliegung findet während der Vegetationsperiode, also überwiegend im belaubten Zustand statt. Damit jedem Messpunkt der 3D-Erfassung auch ein RGB-Wert zugeordnet werden kann, werden zeitgleich zur LiDAR-Erfassung auch Luftbilder aufgenommen. Dies ermöglicht die Einfärbung der Punktwolke in Echtfarben (RGB-Werte) und verbessert die visuelle Interpretierbarkeit.
Die Ersterfassung der Gesamtfläche von Deutschland wurde im Sommer 2024 gestartet und wird aktuell abgeschlossen, so dass der Gesamtdatensatz Ende 2026 vorliegen wird (vgl. Abbildung 1).
Das Bundesgebiet wurde für die Bearbeitung in Blöcke geteilt (vgl. Abbildung 2). Die Einteilung der Blöcke orientiert sich an 1 x 1 Gradgitterblöcken und jeder Block besteht aus ca. 7.000 - 8.000 Kacheln mit jeweils 1 km x 1 km Gitterweite. Grundlage für die Abgrenzung der Kacheln ist das Geographische Gitter für Deutschland in UTM-Projektion: (https://gdz.bkg.bund.de/index.php/default/geographische-gitter-fur-deutschland-in-utm-projektion-geogitter-national.html).